Sri Lanka Verein Hamburg e.V.Sri Lanka Verein Hamburg e.V.

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Vesakfest 2007

Am Pfingstmontag, den 28. Mai 2007, veranstalteten das Restaurant Breitengrad und der Sri Lanka Verein Hamburg e.V. in Hamburg ein Vesakfest.

Der von Angela Silva vom Restaurant Breitengrad geschmückte Raum im Bürgerzentrum in Hamburg Altona füllte sich sehr rasch und kurz nach 19:00 Uhr hatten ca. 60 Gäste auf den Stühlen, der Bühne und der Treppe Platz genommen.

Angelika Grimm, Mitglied im Vorstand des Sri Lanka Vereins, führte in den Abend ein und lud Teilnehmer, Organisatoren und Unterstützer des Abends ein, zusammen mit ihr die traditionelle Öllampe zu entzünden. Nach und nach wurden die kleinen Dochte entzündet, während Almut Jayaweera die Zeremonie mit dem dazugehörenden Trommelstück begleitete. Die doppelstöckige Lampe begleitete den gesamten Abend mit ihrem warmen Licht.

Nachdem alle Dochte der Lampe brannten ergriff Inga Bethke-Brenken, 2. Vorsitzende des Sri Lanka Vereins, das Wort und berichtete über den Sri Lanka Verein Hamburg e.V., seine Entstehungsgeschichte und die vom Verein betreuten Projekte in Sri Lanka. Kurz nach dem Tsunami gegründet, um Hilfsaktionen auf sichere Füße zu stellen, hat der Verein in den wenigen Jahren seiner Existenz bereits eine ganze Reihe von Projekten initiiert und abgeschlossen. Es wurden Therapeuten aus-/weitergebildet, um vom Tsunami traumatisierten Menschen zu helfen. Es wurden handwerkliche Kurse im Klöppeln, Siebdruck, Netzeflicken etc. angeboten und finanziert, um Menschen die Möglichkeit zu geben, Ihren Lebensunterhalt mit diesen Techniken zu verdienen. Als Ausblick auf die Zukunft kündigte Inga Bethke-Brenken an, zukünftig Kleinstkredite an Menschen zu vergeben, die sich mit einer Idee selbstständig machen möchten.

Nach den Ausblicken auf die Arbeit in Sri Lanka wurde nun Kultur aus Sri Lanka geboten. Studierende der Berufsfachschule für Theatertanz und Tanzpädagogik Erika Klütz zeigten, was sie durch intensives Training im Laufe des Jahres erlernt haben. Die Tänzer und Tänzerinnen wurden sechs Monate von Waidyawathie Rajapakse von der University of Visual and Performing Arts aus Colombo unterrichtet.

Begleitet wurde das Ensemble von Almut Jayaweera an der Trommel und ihrem Sohn an der Zimbel.

Die anmutigen Bewegungen der Tänzer/innen, ihre Kostüme, die rhythmische Musik – alles das trug dazu bei, sehr schnell zu vergessen, dass man sich in Norddeutschland und nicht in Sri Lanka befand.

Vor und nach den Tänzen erläuterte Almut Jayaweera die Bedeutung der einzelnen Bewegungsabläufe, Handhaltungen und Trommelpassagen. Auf diese Weise wurden die Tänze und die für europäische Ohren zunächst fremde Musik sehr viel lebendiger und einfacher zu verstehen.

Als Abschluss für die erste Hälfte des Abends legte Almut Jayaweera ihre Trommel ab und präsentierte einen Tanz aus einem Heilungsritual aus dem Süden Sri Lankas. Mit viel Energie und grazilen Bewegungen wirbelte sie zu srilankischer Musik über die Tanzfläche.

Der kräftige Applaus für das Ensemble und Almut Jayaweera sprach im Anschluss eine deutliche Sprache!

Nach so einer geballten und gekonnt vorgetragenen Portion Tanzkultur aus Sri Lanka standen in der Pause nun die kulinarischen Genüsse der Tropeninsel auf dem Programm. Das Restaurant Breitengrad bot ein schmackhaftes Buffet und so verteilten sich die Besucher im Bürgerzentrum. Während die einen bereits aßen, lasen die anderen interessiert die Aushänge über die verschiedenen Projekte des Sri Lanka Vereins oder erwarben Benefizprodukte zugunsten der unterstützten Projekte in Sri Lanka.

Im zweiten Teil des Abends erzählte Umeswaran Arunagirinathan von seiner achtmonatigen Flucht aus Sri Lanka, die ihn über Singapur, Togo und Ghana nach Deutschland führte. Umeswaran Arunagirinathan wechselte zwischen Passagen, die er aus seinem über die Flucht verfassten Buch vorlas und frei erzählten Abschnitten.

Durch kleine Anekdoten lockerte der Autor immer wieder die bedrückenden Erzählungen über seine Kindheit im Bürgerkrieg auf und schlug die Zuhörer/innen nach ganz kurzer Zeit in seinen Bann. Durch seine charmante, fröhliche und offene Art fiel es dem Publikum leicht, ihm zu folgen und gebannt lauschten sie Umeswarans Schilderungen eines Hubschrauberangriffs auf ein Haus in der Nachbarschaft, seiner Zeit in Afrika und dem Wiedersehen mit seiner Mutter in London nach fast 15 Jahren.

Umeswaran Arunagirinathan schaffte es, dass die zweite Hälfte der Veranstaltung wie im Flug verging. Im Anschluss an seine Lesung beantwortete er Fragen und diskutierte mit den durchweg interessierten Zuhörern.

Der Abend klang mit einem starken Applaus aus und nach der Veranstaltung standen noch viele kleine Gruppen zusammen, um sich über Sri Lanka und das gelungene Vesakfest zu unterhalten.




 

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